Haare

5 Tipps für dünnes Haar

Wenn dein Haar dünn ist oder dünner werdendes Haar schon seit einiger Zeit ein großes Problem für dich ist, bist du nicht allein. Viele Männer und Frauen sind mit ihrem Haar unzufrieden und hätten gern dichtes, dickes Haar. Viele verlassen sich auf die Versprechen der Werbeindustrie und kaufen teure Haarpflegeprodukte. Du kannst davon ausgehen: Das meiste davon bringt rein gar nichts. Such also nicht lange weiter! Hier erfährst du, wie du mit natürlichen Methoden und einigen hilfreichen Nahrungsergänzungen die Dicke und Fülle deines Haares verbessern kannst. Unabhängig davon, ob dein Haar gefärbt oder dünner geworden ist oder ob du unter einer männlichen oder weiblichen Glatzenbildung leidest. Es gibt Möglichkeiten, die du zu Hause machen kannst, um das Wachstum der Haare zu fördern und das Volumen zu vergrößern.

Wichtig ist die Gesundheit der Kopfhaut

Vergiss also erstmal Shampoos etc., dazu kommen wir später. Entscheidend für gesundes, voluminöses Haar ist zuallererst die Gesundheit deiner Kopfhaut, denn diese produziert deine Haare. Man kann es drehen und wenden, aber gesundes, kräftiges Haar ist auf natürliche Weise nur bei gesunder, ausgewogener Ernährung möglich. Auch hier gilt wie so oft: Schönheit kommt von innen. Du brauchst eine „haargesunde Ernährung“.

Haare, bzw. die Follikelzellen, die sie produzieren, brauchen ganz spezifische Nährstoffe. Du solltest also die für die Haargesundheit wichtigen Vitamine und Mineralien in ausreichender Menge aufnehmen. Tatsächlich gehören die Haarfollikelzellen zu den stoffwechselaktivsten Zellen unseres Körpers. Das verwundert nicht, wächst doch das menschliche Haar im Durchschnitt 1 bis 1,5 cm pro Monat! Damit das funktioniert, braucht das Haar große Mengen bestimmter Aminosäuren und Spurenelemente. (Aus den Aminosäuren werden die Proteine gebildet, aus denen das Haar besteht, und die Spurenelemente sind für die Herstellung der Proteine notwendig.)

1. Geheimtipp: Extrakt aus Goldhirse

Der Extrakt aus der Goldhirse (Panicum miliaceum) enthält einen Cocktail von Mineralien, Spurenelementen und pflanzlichen Substanzen, die dein Haar dringend braucht. Goldhirse enthält viel Silizium, Eisen und Magnesium, also Mineralstoffe und Spurenelemente, die besonders wichtig für Haare, Haut und Nägel sind. Außerdem enthält Goldhirse das pflanzliche Hormon (Phytosterol) Miliacin, das für ein gesundes Haarwachstum besonders wertvoll ist. Diese Inhaltsstoffe sind wahrscheinlich die Ursache dafür, dass Hirsesamenextrakt den Zellstoffwechsel, die Zellteilung und die Geweberegeneration nachweislich fördern kann. Darüber hinaus stimuliert der Extrakt das Haarwachstum, stärkt die Haarwurzeln und fördert eine gesunde und glänzende Haut.

In einer Studie an Zellkulturen haben Wissenschaftler der Hautklinik der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen gezeigt: Die Kombination aus L-Cystin, Pantothensäure und dem aus der Hirse gewonnenen Phytoöstrogen Miliacin steigert das Zellwachstum synergistisch, also in Kombination stärker als jede Einzelsubstanz.

2. Essentielle Vitamine für dein Haar

Die Haarfollikelzellen brauchen zur Produktion der Haarproteine – neben Aminosäuren und Spurenelementen – besonders die Vitamine der B-Gruppe, nämlich:

  • Biotin
  • Pantothensäure
  • Niacinamid (Nicotinamid)
  • Folsäure

Nimmst du diese haargesunden Vitamine regelmäßig ein, trägt das dazu bei, dein Haar voll und gesund zu halten. Das bekommst du mit Vitamin-B-reichen Lebensmitteln, wie Fleisch, Leber, Fisch und Vollkornprodukten, Milchprodukten, zum Teil auch mit Nüssen, Kartoffeln, Karotten und Hülsenfrüchten. Solltest du unsicher sein, ob du genügend B-Vitamine über die Nahrung aufnimmst, empfiehlt sich eine Nahrungsergänzung.

Ist Biotin besonders wichtig?

Unter den B-Vitaminen, ist Biotin ein essentieller Nährstoff, der bekanntermaßen Haarausfall verhindern kann. Biotin verbessert die Struktur des Keratins. Das ist eines der Proteine, die ein wesentlicher Bestandteil von Nägeln, Haaren und Haut sind. Es ist zwar wissenschaftlich umstritten, ob Biotingaben bei Haarausfall und dünnen Haaren tatsächlich wirksam sind, trotzdem spricht einiges dafür, dass die Ergänzung mit Biotin den Haaren nutzen kann. Dafür eignen sich biotinhaltige Nahrungsergänzungsmittel und natürlich biotinreichen Lebensmittel, wie z.B.:

  • Eigelb
  • Innereien
  • Vollkorngetreide
  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse

 

Nun noch ein paar Tipps zum Haarewaschen:

3. Wasche deine Haare nicht zu oft

Wasche deine Haare, wenn möglich, maximal zweimal wöchentlich. Dann können die natürlichen, von der Kopfhaut produzierten Ölen, dein Haar pflegen, wodurch sie weniger brüchig werden.

Wenn dein Haar dünn ist, wird es wahrscheinlich auch schnell fettig. Zu häufiges Waschen regt die Ölproduktion deiner Kopfhaut aber noch zusätzlich an und dein Haar wird noch schneller fettig. Du musst also einen Kompromiss finden.

4. Shampoo? Ja oder Nein?

Daruber strreiten sich die Experten und es hängt wahrscheinlich auch davon ab, welches Shampoo man verwendet. Problematisch sind zum Beispiel Sulfate und Parabene. Wenn dein Shampoo Sulfate enthält, findest du auf der Liste der Inhaltsstoffe z.B. die Bezeichnungen Natriumlaurylsulfat, Natriumlaurethsulfat oder Ammoniumlaurylsulfat. Warum können Sulfate schaden? Sulfate trocknen das Haar aus. Sulfate verbinden sich mit Wasser, um Fette zu emulgieren und zu entfernen. Sulfate lösen aber auch den Talg aus der Kopfhaut. Das heißt, sie entfernen die natürliche Öle, die das Haar pflegen und das führt zu trockenem Haar.

Und warum sind Parabene schädlich? Parabene sind als Butylparaben, Methylparaben, Propylparaben und Alkylparahydroxybenzoate aufgeführt. Diese Stoffe ahmen die Aktivität des Hormons Östrogen nach und stehen daher im Verdacht, die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Krebsarten zu erhöhen. Außerdem wirken Parabene hautreizend und werden mit den Hauterkrankungen Dermatitis und Rosacea in Verbindung gebracht.

Ist die „No-Poo“ –Methode sinnvoll?

In letzter Zeit wurde die so genannte „No-Poo“-Methode propagiert, d.h. man verzichtet ganz auf Shampoo und Conditioner. Manche Menschen verwenden stattdessen Backpulver zum Haarewaschen. Aber ist Backpulver gut für dünnes Haar und fügt es Volumen hinzu?

Die durchschnittliche Kopfhaut hat einen pH-Wert von 5,5 und der Haarschaft einen pH-Wert von 3,7. (ph-Werte von 1 bis 6 bedeuten sauer, über 7 ist alkalisch.) Backpulver hat einen pH-Wert von 9 und ist damit deutlich alkalischer als die Kopfhaut. Backpulver ist deswegen nicht gesund für Kopfhaut und Haar, du solltest Backpulver also nur zum Backen verwenden!

5. Spliss entfernen oder regelmäßig schneiden

Wenn du Haar-Spliss, also die gespaltenen oder abgebrochenen Haarspitzen, regelmäßig entfernst, bekommst du auf Dauer gesünderes, dickeres Haar. Am einfachsten ist es wahrscheinlich, regelmäßigen alle paar Wochen zum Frisör zu gehen. Du kannst den Spliss mit folgender einfacher Technik aber auch selbst entfernen: Teile dünne Haarsträhnen ab und drehe sie ein. Beim Eindrehen springen die Haarspitzen der unterschiedlich langen Haare heraus. Die sichtbar splissigen Haarenden schneidest du ab. Dann wiederholst du den Vorgang für jede weitere Haarsträhne.

 

 

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